Wort des Jahres

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Jährlich werden von verschiedenen Einrichtungen Wörter und Unwörter des Jahres verkündet, in Deutschland von der Gesellschaft für deutsche Sprache und einer sprachkritischen Aktion um den Germanisten Horst-Dieter Schlosser. In Österreich sind es der Verein Muttersprache und eine Professorengruppe um den Germanisten Rudolf Muhr, die Wort und Unwort des Jahres aussuchen. In Liechtenstein hat Daniel Quaderer die Aktion ins Leben gerufen, in der Schweiz Hannes Hug.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Gesellschaft für deutsche Sprache

Die Gesellschaft für deutsche Sprache bestimmt seit 1971 die „Wörter des Jahres“. Ausgewählt werden Wörter und Ausdrücke, die die öffentliche Diskussion des betreffenden Jahres besonders prägten oder in anderer Weise als charakteristisch erscheinen. Mit der Auswahl, die willkürlich getroffen wird, ist keine Wertung oder Empfehlung verbunden. Das Preisgericht besteht aus dem Hauptvorstand und den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Gesellschaft.

[bearbeiten] Wörter des Jahres

  • 2008
    • Finanzkrise
    • verzockt
    • Datenklau
    • hessische Verhältnisse
    • Umweltzone
    • multipolare Welt
    • Nacktscanner
    • Rettungsschirm
    • Bildungsfrühling
    • Yes, we can
  • 2007
    • Klimakatastrophe
    • Herdprämie
    • Raucherkneipe
    • arm durch Arbeit
    • Dopingbeichte
    • Lustreisen
    • Second Life
    • Bundestrojaner
    • spritdurstig
    • Alles wird Knut
  • 2006
    • Fanmeile
    • Generation Praktikum
    • Karikaturenstreit
    • Rechtschreibfrieden
    • Prekariat
    • Bezahlstudium
    • Problembär
    • Poloniumspuren
    • Klinsmänner
    • schwarz-rot-geil
  • 2005
    • Bundeskanzlerin
    • Wir sind Papst
    • Tsunami
    • Heuschrecken
    • Gammelfleisch
    • Jamaika-Koalition
    • hoyzern
    • suboptimal
    • Telenovela
    • FC Deutschland 06

[bearbeiten] Sprachkritische Aktion

Seit 1991 besteht die Aktion „Unwörter des Jahres“. Bis 1994 wurde das Unwort des Jahres zusammen mit der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gekürt. Nach einer Auseinandersetzung mit dem Vorstand der GfdS um das Unwort „kollektiver Freizeitpark“ (1993) machte sich das Preisgericht als „Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres“ selbständig.

[bearbeiten] Unwörter des Jahres

  • 2008: Notleidende Banken
  • 2007: Herdprämie
  • 2006: Freiwillige Ausreise
  • 2005: Entlassungsproduktivität
  • 2004: Humankapital
  • 2003: Tätervolk
  • 2002: Ich-AG
  • 2001: Gotteskrieger
  • 2000: national befreite Zone

[bearbeiten] Verein Muttersprache

[bearbeiten] Wörter des Jahres

  • 2007
    • E-Müll
    • Geierfonds
    • Knuddel-Knut’sch
    • Komasaufen

[bearbeiten] Unwörter des Jahres

  • 2007
    • Trojaner
    • EU-Vertrag
    • eine studentINNENische Gruppe
    • Efrauzipation
    • freiwillige Wehrpflicht
    • Rückbau
    • relativ
    • halt („gehen wir halt")

[bearbeiten] Rudolf-Muhr-Gruppe

Die Gruppe um den Grazer Germanisten Rudolf Muhr legt seit 1999 Wort, Unwort, Ausspruch und Un-Spruch des Jahres fest.

[bearbeiten] Wörter des Jahres

  • 2008: Lebensmensch
  • 2007: Bundestrojaner
  • 2006: Penthousesozialismus
  • 2005: Schweigekanzler
  • 2004: Pensionsharmonisierung
  • 2003: Hacklerregelung
  • 2002: Teuro
  • 2001: Nulldefizit
  • 2000: Sanktionen
  • 1999: Sondierungsgespräch

[bearbeiten] Unwörter des Jahres

  • 2008: Gewinnwarnung
  • 2007: Komasaufen
  • 2006: ätschpeck
  • 2005: Negativzuwanderung
  • 2004: Bubendummheiten
  • 2003: Besitzstandswahrer
  • 2002: der Rücktritt vom Rücktritt
  • 2001: nichtaufenthaltsverfestigt
  • 2000: soziale Treffsicherheit
  • 1999: Schübling

[bearbeiten] Siehe auch

[bearbeiten] Netzverweise

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