Schweizer Orthographische Konferenz

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Schweizer Orthographische Konferenz
SOK
Sitz Bern
Land Schweiz
Gründungsjahr 2006
Vorsitzender kein Vorsitzender, da einfache Gesellschaft
Jahresbeitrag keiner
Anschrift Sekretariat SOK, Frau Verena Widmer, Länggaßstraße 7, 3012 Bern
Telefon k.A.
Telefax +41-(0)31-3093091
E-Post kontakt@sok.ch
Netzverweis www.sok.ch



Die Schweizer Orthographische Konferenz (SOK) wurde im Jahr 2006 von Sprachwissenschaftlern, Presseleuten und Verlegern als einfache Gesellschaft gegründet.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Ziele

Ziel der SOK ist es, die von der Rechtschreibreform beschädigte Einheitlichkeit und Sprachrichtigkeit der Rechtschreibung in Presse und Literatur der Schweiz wiederherzustellen. Die SOK steht allen Personen offen, die die Ziele und Empfehlungen der Gesellschaft unterstützen.

[bearbeiten] Arbeit

Die SOK erarbeitet Empfehlungen, die sie an Tagungen zur Diskussion stellt. An ihrer ersten Tagung vom 1. Juni 2006 verabschiedete sie den Grundsatz „Bei Varianten die herkömmliche“ als Empfehlung an Presse und Literatur. Als Varianten gelten dabei nur unterschiedliche Schreibweisen ohne Bedeutungsdifferenzierung wie etwa Graphik/Grafik, aber nicht Fälle mit Bedeutungsunterschied wie wohl durchdacht/wohldurchdacht.

Eine Arbeitsgruppe der SOK, gebildet aus Sprachwissenschaftern und Praktikern, hat Wörterlisten für Fälle ausgearbeitet, in denen die Anwendung des Grundsatzes zu keiner Entscheidung über die Schreibweise führt (Varianten der schulamtlichen Rechtschreibung, die mit keiner oder mehreren herkömmlichen übereinstimmen).

An weiteren Tagungen stellte die SOK Empfehlungen vor, wo die schulamtliche Rechtschreibung nicht verwendet werden sollte: Fremdwörter (Communiqué), ä-Schreibungen (Stengel), falsche Herleitungen (Quentchen), Ableitungen von Personennamen und geographische Ableitungen (Ohmsches Gesetz, sanktgallisch), Einzelfälle (rauh). Auch dafür hat die SOK Wörterlisten erstellt.

Auf ihrer fünften Tagung vom 4. Juni 2009 im Zunfthaus zur Waag in Zürich forderte die SOK die politisch Verantwortlichen in Bund und Kantonen in einer einstimmig verabschiedeten Resolution auf, die Rechtschreibreform am 1. August 2009 in den Schulen nicht notenwirksam werden zu lassen.

[bearbeiten] Erfolge

Auf ihren Tagungen vom 7. Juli 2008 und 11. September 2008 haben die Konferenz der Chefredaktoren (CRK) und der Verband der Schweizer Presse (VSP) beschlossen, die Empfehlungen der SOK zu unterstützen. Sie empfehlen damit ihren Mitgliedern, die Vorschläge der SOK in ihren Veröffentlichungen umzusetzen.

[bearbeiten] Gründungsmitglieder (alphabetisch)

  • Urs Breitenstein, Verleger (Schwabe Verlag), Präsident Buchlegerverband
  • Filippo Leutenegger, Verleger (Verlag Medienarena), Nationalrat
  • Peter Müller, Direktor der Schweizer Depeschen-Agentur (SDA)
  • Robert Nef, Herausgeber der Schweizer Monatshefte
  • Stefan Stirnemann, Sprachkreis Deutsch, Gymnasiallehrer
  • Rudolf Wachter, Universitäten Basel und Lausanne
  • Peter Zbinden, Präsident des Sprachkreises Deutsch, ehemaliger Schulleiter

[bearbeiten] Querverweis

[bearbeiten] Netzverweis

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