Kulturpreis Deutsche Sprache

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Der Kulturpreis Deutsche Sprache wird seit dem Jahr 2001 vergeben. Er besteht aus drei Teilen: dem Jacob-Grimm-Preis, einem Initiativpreis und einem Institutionenpreis. Die Preisverleihung findet in Kassel statt, jährlich Ende Oktober.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Stifter

Der Kulturpreis wurde im Jahre 2000 auf Initiative der Eberhard-Schöck-Stiftung (Baden-Baden) und des Dortmunder Vereins Deutsche Sprache ins Leben gerufen. Die Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache beteiligte sich von 2002 bis 2005. Im Jahr 2005 steuerte die Münch-Stiftung 20.000 Euro bei. Nachdem diese sich vom Kulturpreis zurückgezogen hatte, gab die Stiftung Deutsche Sprache im darauffolgenden Jahr 10.000 Euro dazu.[1]

Projektleiter für den Kulturpreis war von 2005 bis 2008 Holger Klatte,[2] ihm folgte Sabine Pretscher[3] nach.[4] Klatte wechselte auf den Posten des Geschäftsführers des Vereins Deutsche Sprache.

[bearbeiten] Ziele

Die Stifter sehen sich in der Tradition der Sprachkritik der Aufklärung. Sie wollen mit dem Preis „kulturelle und sprachliche Selbstachtung und entsprechendes Selbstbewußtsein in einer demokratischen, offenen und europäisch orientierten Gesellschaft fördern.“[5] Europa soll nach dem Willen der Stifter mit Hilfe der deutschen Sprache zusammenwachsen. Der Preis diene demnach „der Völkerverständigung und der europäischen Integration, denn die deutsche Sprache ist ein Band, das uns mit anderen Völkern verbinden kann.“

[bearbeiten] Preisgericht

Dem Preisgericht gehören Helmut Glück (Bamberg) als Sprecher, Ulrich Knoop (Freiburg), Walter Krämer (Dortmund), Eberhard Schöck (Baden-Baden) und Manfred Windfuhr an.

[bearbeiten] Jacob-Grimm-Preis

Der Jacob-Grimm-Preis ist derzeit mit 30.000 Euro dotiert. Er zeichnet beispielhafte Verdienste bei der kreativen Weiterentwicklung der deutschen Sprache und phantasievolle Beiträge zur Erweiterung ihrer Bandbreite aus. Er wird Persönlichkeiten verliehen, die

  1. sich besondere Verdienste um Anerkennung, Weiterentwicklung, Erhalt und Pflege der deutschen Sprache als Kultursprache erworben haben – in literarischen Werken, wissenschaftlichen Essays oder Abhandlungen, politischer Rede oder Publizistik
  2. das Ansehen der deutschen Sprache als Kultursprache vermehrt und ihre Bedeutung und Verbreitung als Fremdsprache gefördert haben.

[bearbeiten] Preisträger

  • 2010: Udo Lindenberg (30.000 Euro)
  • 2009: Cornelia Funke (30.000 Euro)
  • 2008: nicht vergeben
  • 2007: Frank Schirrmacher (30.000 Euro)
  • 2006: Günter de Bruyn (35.000 Euro)
  • 2005: Paul Kirchhof (35.000 Euro)
  • 2004: Vicco von Bülow alias Loriot (35.000 Euro)
  • 2003: Christian Meier (35.000 Euro)
  • 2002: Ludmila Putina (35.000 Euro)
  • 2001: Rolf Hochhuth (70.000 Mark)

[bearbeiten] Literatur

Die Reden und Ansprachen von 2002 bis 2006 sind im IFB-Verlag (Paderborn) erschienen.

[bearbeiten] Nachweise

  1. Eberhard-Schöck-Stiftung: Jahresbericht 2005/2006, Seite 39
  2. Universität Bamberg: Holger Klatte
  3. Universität Bamberg: Sabine Pretscher
  4. Eberhard-Schöck-Stiftung: Jahresbericht 2007/2008, Seite 45
  5. Grundlagenpapier des Kulturpreises

[bearbeiten] Netzverweis

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