Festspiel der deutschen Sprache

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Kammersängerin Edda Moser begründete im Jahr 2006 das Festspiel der deutschen Sprache. Von den Lesern der Deutschen Sprachwelt wurde sie dafür zum Sprachwahrer des Jahres gewählt. Edda Moser ist außerdem Ehrenmitglied der Aktion Deutsche Sprache. Zu ihren Beweggründen, das Festspiel ins Leben zu rufen, sagte Moser: „Unsere deutsche Sprache ist auch ein Transportmittel, um die eigene Befindlichkeit, um den eigenen Glauben, um die eigene Begeisterung, um die eigene Trauer und den eigenen Zorn ausdrücken zu können. Aber all diese Dinge kann man nur dann transportieren, wenn man die Sprache auch wirklich beherrscht. Und das ist jetzt meine Aufgabe.“[1]

Das Festspiel fand 2006 und 2007 am 19. Oktober statt, laut Moser aus Anlaß des Hochzeitstages von Johann Wolfgang von Goethe und Christiane Vulpius, der sich am 19. Oktober 2006 zum 200. Mal jährte. Der Goethe-Satz „Die Sprache zugleich reinigen und bereichern, ist das Geschäft der besten Köpfe“ wurde im Jahr 2007 zum Leitspruch des Festspiels gewählt.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Festspiele

[bearbeiten] 2009

2009 sollte das Festspiel auf zwei Tage ausgedehnt werden. Schüler sollten dazu ermuntert werden, Gedichte von Goethe und anderen Dichtern vorzutragen. Bislang ist jedoch nur der 11. September als Festspieltag vorgesehen.

[bearbeiten] 2008

2008 fand das Festspiel wie im Jahr 2007 wieder in Bad Lauchstädt statt, und zwar am 17. Oktober. Unter anderen sprachen Corinna Harfouch, Otto Schenk und Axel Milberg. Das sachsen-anhaltische Kultusministerium unterstützte die spendenfinanzierte Veranstaltung organisatorisch. Schirmherr war wiederum Ministerpräsident Wolfgang Böhmer, der auch für die Zukunft seine Unterstützung zusagte.

[bearbeiten] 2007

Im Jahr 2007 wurde das Festspiel im Goethe-Theater der Goethestadt Bad Lauchstädt ausgetragen.[2] Dabei wirkten Corinna Harfouch, Axel Milberg, Otto Schenk, Mario Adorf und der Meininger Schauspieler Peer Roggendorf mit. Die Schirmherrschaft trug der Ministerpräsident Sachsen Anhalts, Wolfgang Böhmer. Theater-Direktor Bernd Heimühle bot an, das Festspiel künftig jährlich in Bad Lauchstädt auszurichten.

Das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt ist das einzige original erhaltene Theatergebäude der Goethezeit. Es wurde 1802 eröffnet. Goethe erstellte genaue Vorgaben für die Bühnengestaltung und für die Innenausstattung gemäß seiner Farbenlehre. Er beteiligte sich mit einem Sechstel der Summe an den Baukosten. Auch Christiane Vulpius hielt sich oft in Lauchstädt auf.

[bearbeiten] 2006

2006 bot die Heidecksburg bei Rudolstadt den Rahmen für das Festspiel, an dem sich unter anderem Mario Adorf, Jutta Hoffmann und Reiner Kunze beteiligten. Die Schirmherrschaft hatte Thüringens Landtagspräsidentin Dagmar Schipanski.

Ursprünglich hätte das festspiel im Weimarer Nationaltheater aufgeführt werden sollen. Weimar sollte nach dem Willen Mosers zu einer „Bastion“ für die deutsche Sprache ausgebaut werden. Doch Nike Wagner, die das Weimarer Kunstfest leitet, sagte ab: „Kein Bedarf.“[3]

[bearbeiten] Literatur

[bearbeiten] Nachweis

  1. Edda Moser im Gespräch mit Hans Jürgen Mende, BR-alpha, 9. März 2007
  2. Programm des Festspiels der deutschen Sprache 2007
  3. Sehnsucht nach Sprachpflege. Kammersängerin Edda Moser wird Ehrenmitglied in der ADS, in: Deutsche Sprachwelt 26, Winter 2006/07, Seite 11

[bearbeiten] Netzverweise

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