Bericht zur Lage der deutschen Sprache

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Der Bericht zur Lage der deutschen Sprache soll einen wissenschaftlichen Beitrag zur Sprachdiskussion liefern. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften stellen den Bericht zusammen. Der erste Bericht soll Ende 2011 vorgelegt werden, weitere sollen jeweils alle zwei Jahre folgen.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Inhalte

Der erste Bericht soll unter dem Generalthema „Reichtum und Armut der Sprache“ folgende Einzelthemen behandeln:

  1. Entwicklung des deutschen Wortschatzes (Ist die deutsche Sprache ärmer geworden?)
  2. Anglizismen im Deutschen (Ist die deutsche Sprache durch den Einfluß des Englischen gefährdet?)
  3. Untergegangene Wörter (Gehen dem Deutschen wichtige, unersetzliche Wörter verloren?)
  4. Die Entwicklung der Flexion (Büßt das Deutsche seinen Formenreichtum ein?)
  5. Nominalisierungsverbgefüge (Erstarrt das Deutsche in bürokratischem Nominalstil?)

[bearbeiten] Projektleiter

Die fünf Einzelprojekte werden von Mitgliedern der beteiligten Akademien geleitet. Als Projektleiter sind ausgewiesene Experten beteiligt: Prof. Dr. Ludwig M. Eichinger (Mannheim), Prof. Dr. Peter Eisenberg (Berlin), Prof. Dr. Wolfgang Klein (Nijmegen/Berlin), Prof. Dr. Hartmut Schmidt (Mannheim) und Prof. Dr. Angelika Storrer (Dortmund). Die Befunde werden aus der Perspektive der Sprachkritik von Prof. Dr. Jürgen Schiewe (Greifswald) kritisch gewürdigt.

[bearbeiten] Österreich

Ein Sprachgesetzentwurf der FPÖ von 2008/2009[1] sieht ebenfalls einen regelmäßigen „Bericht zur Lage der deutschen Sprache“ vor. Darin heißt es:

§ 6 Sprachbericht
(1) Der Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur hat jährlich einen Bericht zur Lage der deutschen Sprache zu erstellen und dem Nationalrat vorzulegen.
(2) Der Bericht zur Lage der deutschen Sprache hat folgende Punkte zu enthalten:
1.) Lage der deutschen Sprache.
2.) Statistik über Verletzungen der deutschen Sprache im Sinne dieses Bundesgesetzes.
3.) Geplante Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege der deutschen Sprache.
4.) Pflege der deutschen Sprache im österreichischen Schulunterricht.
5.) Pflege der deutschen Sprache in der akademischen Ausbildung und in der Erwachsenenfortbildung.
6.) Pflege der deutschen Sprache in Fernsehen, Radio und Internet.

[bearbeiten] Nachweis

  1. Antrag 404/A

[bearbeiten] Netzverweise

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